Lebendige Vorgärten

Alle Welt sorgt sich, wie das Artensterben und der Klimawandel – mit Starkregen, Hitzewellen, Trockenheit und Waldsterben – gestoppt werden können.
Gleichzeitig macht sich nicht nur in Dortmunds Vorgärten ein neuer Trend breit: Steine und Schotter ersetzen das Pflanzengrün und sollen pflegeleichte Sauberkeit und Ordnung bringen. Mancher findet diese Steinflächen nicht schön. Sie sind jedoch nicht nur Geschmackssache. Vielmehr unterstützen sie die bedrohlichen Entwicklungen von Artensterben und Klimawandel:

  • Die sogenannten Schottergärten sind ökologisch wertlos, weil sie Tieren und Pflanzen keinen Lebensraum geben.
  • Sie bieten dem Haus und der näheren Umgebung keinerlei Sonnen- und Wetterschutz.
  • Sie lassen den Boden darunter veröden und speichern nur wenig Regenwasser.
  • Sie fördern Hitzestau und die ungesunde trockene Stadtluft.

Schließlich sind sie gar nicht so pflegeleicht wie erhofft: Unkraut und Abfall fallen auch in einem Schottergarten an.

Wir möchten, dass Dortmunds Gärten wieder bunter werden.
Jede Gartenfläche kostet Arbeit und Zeit. Angesichts der vielen Nachteile der Schottergärten bietet sich darum die Anlage eines grünen Vorgartens an. Je natürlicher der ist, desto niedriger ist der Arbeitsaufwand und desto größer sind Vorteile und Nutzen:

  • Lebensraum und Nahrung für Tiere und Pflanzen
  • Wetter-, Lärm- und Sichtschutz
  • Wasserspeicher und Versickerungshilfe
  • Luftverbesserung durch Sauerstoffproduktion und Bindung von Feinstaub
  • Abkühlung durch Verdunstung und Schatten
  • Verschönerung des Straßenbildes

Mehr Grün, mehr Leben.

Machen Sie mit!

  • Entsiegeln Sie so viele Flächen wie möglich. Jede begrünte Fläche mildert die Aufheizung des Stadtklimas ab.
  • Gestalten Sie Ihren Vorgarten, Garten und Balkon möglichst naturnah. Dadurch verringern Sie auch den Pflegeaufwand.
  • Verzichten Sie auf Rasen. Er ist relativ arbeitsintensiv, hat aber ökologisch einen geringen Wert.
  • Pflanzen Sie viele mehrjährige heimische Blütenpflanzen. Sie brauchen kaum Pflege und ernähren über Jahre immer mehr Vögel und Insekten.
  • Haben Sie Mut zur Unordnung: Räumen sie Laub und Altholz nicht weg. Sie sind als Nahrung und Lebensraum ein wichtiger Teil des Gartens.

Zahlreiche Vereine und Institutionen bieten grundlegende Informationen über das naturnahe Gärtnern an, z.B.:

Es ist gar nicht schwer, einen lebendigen Naturgarten anzulegen. Auch wir geben Ihnen gerne Tipps!

Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts.

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Wir danken den GRÜNEN im Stadtbezirk Brackel, welche die Informationen auf dieser Netzseite und im Flugblatt zusammengetragen und vorbereitet haben.